Unter den vielen Eigenschaften eines Menschen ist der Glaube eine der stärksten menschlichen Kräfte. Man kann bei vielen religiösen Menschen die Begeisterung und Euphorie hinter ihrem Glauben deutlich spüren. Außerdem ist der Glaube an sich nicht nur extrem stark, sondern er generiert durch sich selbst wiederum Kraft, da er hilft, durch schwere Zeiten hindurchzukommen. Für viele Menschen ist der Glaube an sich das heiligste in ihrem Leben. Gerade deshalb ist die Frage besonders interessant, warum ab und an jemand seinen Glauben wechselt, oder gar ganz aufgibt. Ist man von den Prozessen, die einem zum Unglauben führen, vielleicht selbst betroffen? Wie kann man sich gegen Einflüsse wehren, oder besser gesagt, wie kann man mit Ihnen umgehen? Sollte nicht gerade der Glauben eher gestärkt werden, gerade durch die Beeinflussung von außen. Wirken Kräfte auf den Glauben, so zeichnet gerade einen starken Glauben an Gott aus, dass er standhält. Das ist die Definition eines starken Glauben. Somit sind die Kräfte von außen geradezu ein Weg, seinen Glauben stärken zu können und unter Beweis zu stellen.

Wir leben in einer Zeit, in der der Fortschritt jedes Jahr immens zunimmt. Man könnte es als das Zeitalter des Wandels betrachten. Der technologische Fortschritt hat unser Leben so immens beeinflusst wie fast kein zweites Ereignis in der Geschichte der Menschheit. Durch immer größer werdende Städte und Metropolen und einer stark wachsenden Weltbevölkerung ergeben sich immer mehr gravierende Auswirkungen auf die Umwelt, aber auch auf das Leben jedes einzelnden Menschen. Diese stetige Veränderung hat einen großen Einfluss auf das Leben, den Alltag und natürlich ebenso die Religion. Durch die Aufmerksamkeitslenkung der Smartphones, der öffentlichen Medien und allen weiteren Marketingaktionen werden wir immer mehr in Unruhe versetzt.

Für manche Menschen wird durch den Wandel der Gesellschaft auch in ihrem Inneren ein Wandel ausgelöst. Der Prozess der Säkularisierung vor allem in den Großstädten ist nicht zu übersehen. Durch die Forschung und Wissenschaft wird der religiöse Glaube am stärksten angefochten. Viele lassen sich durch den Strom der modernen Welt mitziehen und verlieren ihren Glauben. Das ist vor allem dadurch zu bemängeln, da der Glaube gerade in das schnellere Leben eine Struktur einsetzt und die inneren Werte und Überzeugungen hochhält. Gott und die religiösen Gemeinschaften wirken als bekräftigender Einfluss auf das Leben der Menschen und fungiert als festes Fundament in einer sonst so unbeständigen Umgebung.

Durch neue Wertvorstellung der Zeit wird der Glaube probiert, durch den Intellekt verstanden zu werden. Dies führt dazu, dass der Glaube sich verändert, einer neuen Religion zugewandt wird, oder gar verschwindet. Doch wird leider häufig übersehen, dass man den Glauben mit dem Verstand nicht erfassen kann. Er ist Teil des fühlenden Menschen, nicht des wissenschaftlichen Denkers. Die Herangehensweise des modernen Zeitalters ist die Sezierung des Glaubens, dabei vergisst man, dass man den Menschen auch nicht vollends begreifen kann, wenn man ihn wie in einem Labor aufschneidet. So funktioniert nur der Verstand, aber weder der einzelne Mensch oder gar die Realität

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